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Energieausweis

Ab wann ist welcher Energieausweis Pflicht?

Der Energieausweis wird ab 1. Juli 2008 stufenweise nach Gebäudeart und Baualter verpflichtend. Der Eigentümer muss dann bei Vermietung und Verkauf seiner Immobilie den Energieausweis potenziellen Mietern und Käufern zugänglich machen. Für Wohngebäude, die bis Ende 1965 fertig gestellt worden sind, sollen die Ausweise ab dem 1. Juli 2008 und für später errichtete Wohngebäude ab dem 1. Januar 2009 Pflicht werden.
Bis einschließlich zum 30. September 2008 besteht generelle Wahlfreiheit zwischen einem  bedarfs- und einem verbrauchsbasiertem Energieausweis. Danach gilt: Einen Bedarfsausweis braucht man für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 1.11.1977 gestellt wurde. Es sei denn beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung wird mindestens das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreicht. In einem solchen Fall ist auch ein Verbrauchsausweis zulässig. Für alle anderen Bestandsgebäude besteht Wahlfreiheit. Für Neubauten sind bereits seit 2002 Bedarfsausweise vorgeschrieben.


Inhalt des Energieausweises und Varianten

Was ist ein Energieausweis für Gebäude?
Wer benötigt einen Energieausweis?
Was steht im Energieausweis?
Was ist ein Bedarfsausweis?
Was ist ein Verbrauchsausweis?

Rechtliche Fragen

 

Sind Modernisierungsempfehlungen Pflicht?
Wie lange ist ein Energieausweis gültig?
Wer haftet, wenn die Angaben im Energieausweis nicht korrekt sind?
Der Weg zum Energieausweis


Der Weg zum Energieausweis


Wie läuft die Ausstellung eines Energieausweises ab?
Ist eine Vor-Ort-Begehung vorgeschrieben?
Wer darf einen Energieausweis ausstellen?
Wie kann ich einen Austeller in meiner Region finden?
Wie viel kostet ein Energieausweis?

Was ist ein Energieausweis für Gebäude?

Die meisten Autofahrer wissen in etwa, wie viel Benzin ihr Fahrzeug im Durchschnitt verbraucht. Auf die Effizienzklasse des Kühlschranks oder der Waschmaschine achten Verbraucher spätestens beim Kauf von Geräten. Zur energetischen Qualität von Wohngebäuden existieren allerdings häufig keine objektiven Angaben. Und das, obwohl ein Großteil des Energiebedarfs in Deutschland für das Heizen und die Warmwasseraufbereitung in Haushalten aufgewendet wird.Abhilfe schafft der Energieausweis. Auf einer Farbverlaufsskala (von „grün“ bis „rot“) zeigt er, wie es um den energetischen Zustand eines Gebäudes bestellt ist, und schlägt Modernisierungsmaßnahmen vor, mit denen man den Energieverbrauch im Gebäude reduzieren kann. Wer in Zukunft eine Wohnung bzw. ein Haus kaufen, mieten oder pachten möchte, kann verschiedene Immobilien miteinander vergleichen und bekommt mit dem Energieausweis eine wichtige Orientierungs- und Entscheidungshilfe an die Hand.Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten – als Bedarfs- und Verbrauchsausweis.

Der Bedarfsausweis enthält objektive Angaben zum Energiebedarf von Wohngebäuden, der auf der Grundlage einer technischen Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage ermittelt wird.

Der Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch der Gebäudebewohner in den vergangenen drei Jahren für Heizung und Warmwasserbereitung an. Das Ergebnis ist beim Verbrauchsausweis stark vom individuellen Nutzungsverhalten der Bewohner abhängigVom Energieausweis profitieren

alle: Mieter und Verbraucher können einfach ablesen, ob sie tendenziell mit „hohen“ oder „niedrigen“ Energiekosten rechnen müssen. Dies ist eine Entscheidungshilfe bei der Wohnungs- oder Haussuche und ermöglicht den Vergleich verschiedener Objekte bundesweit.Vermieter oder Verkäufer haben mit dem Energieausweis ein zusätzliches Marketinginstrument. Mit steigenden Nebenkostenbelastungen wird in Zukunft „Energieeffizienz“ zum eigenen Qualitätsmerkmal auf dem Immobilienmarkt.Für Eigentümer, die sich über die energetische Qualität ihrer Immobilie informieren wollen, stellt der Energieausweis eine wichtige Erstinformation dar. Entscheidet sich der Eigentümer für die energetische Sanierung, können dann auf Basis der Modernisierungsempfehlungen im Energieausweis die nächsten Schritte im Sanierungsprozess geplant werden.Wohnungsunternehmen können ihren Bestand energetisch „durchleuchten“ und erhalten so wichtige Entscheidungskriterien für die Instandsetzungs- und Modernisierungsplanung sowie den Verkauf von Objekten. Und nicht zuletzt profitiert die Umwelt: Mehr Transparenz  im Gebäudebereich hilft langfristig Energie zu sparen– und das eingesparte CO2 vermindert den Treibhauseffekt.Zurück zur ÜbersichtWer benötigt einen Energieausweis?Einen Energieausweis benötigen Eigentümer, wenn sie ihr Gebäude neu vermieten, verpachten oder verkaufen. Sie sind verpflichtet bei Nachfrage, dem interessierten Käufer bzw. Mieter den Energieausweis zugänglich zu machen. Bei bestehenden Vertragsverhältnissen muss kein Energieausweis vorgelegt werden. Eigentümer, die ihr Gebäude ausschließlich selbst bewohnen, benötigen keinen Energieausweis.

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Was steht im Energieausweis?

Im Energieausweis werden der Endenergiebedarf und der Primärenergiebedarf des Gebäudes angegeben:
Der Endenergiebedarf gibt die nach technischen Regeln berechnete, vom konkreten Gebäude jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung an. Der Primärenergiebedarf bildet die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes ab. Er berücksichtigt neben der Endenergie auch die so genannte „Vorkette“ (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z.B. Heizöl, Gas, Strom, erneuerbare Energien). Je niedriger der Wert für den Primärenergiebedarf, desto besser die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes. Zurück zur ÜbersichtWas ist ein Bedarfsausweis?Der Bedarfsausweis entsteht auf Grundlage einer technischen Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage eines Gebäudes und ist unabhängig vom individuellen Nutzerverhalten. Die Farbverlaufsskala im Bedarfsausweis weist zwei verschiedene Werte aus, die sehr unterschiedlich ausfallen können – einen Wert für den Endenergiebedarf und einen für den Primärenergiebedarf.
Der Endenergiebedarf gibt die nach technischen Regeln berechnete, vom konkreten Gebäude jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung an. Am Endenergiebedarf sollten sich Verbraucher orientieren, wenn sie ihren künftigen Energieverbrauch und die Energiekosten abschätzen wollen.
Der Primärenergiebedarf bildet die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes ab. Er berücksichtigt neben der Endenergie auch die so genannte „Vorkette“ (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z.B. Heizöl, Gas, Strom, erneuerbare Energien). Der Primärenergiebedarf fällt dann besonders niedrig aus, wenn Erneuerbare Energien (Solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse) für die Energieversorgung im Gebäude eingesetzt werden. Am Primärenergiebedarf können Verbraucher erkennen, wie umweltfreundlich ihr Gebäude ist. Die dena empfiehlt bei Wohngebäuden generell den Bedarfsausweis. Er erlaubt eine nutzerunabhängige Bewertung des Gebäudes. Bei der Erstellung eines Bedarfsausweises können die Modernisierungsempfehlungen auf der Basis einer technischen Analyse des Gebäudes ermittelt werden.

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Was ist ein Verbrauchsausweis?

Der Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch der Gebäudebewohner in den vergangenen drei Jahren für Heizung und Warmwasserbereitung an. Um den Energieverbrauchskennwert zu ermitteln, wird der tatsächliche Energieverbrauch mithilfe eines standortbezogenen Klimafaktors bereinigt. So führt beispielsweise ein hoher Verbrauch in einem einzelnen harten Winter nicht zu einer schlechteren Beurteilung des Gebäudes. Der tatsächliche Energieverbrauch in einem Gebäude oder einer Wohnung kann aufgrund des Witterungseinflusses vom Energieverbrauchskennwert abweichen.Das Ergebnis im Verbrauchsausweis ist stark vom individuellen Nutzungsverhalten der Bewohner abhängig. Wird in einem energetisch schlechten Gebäude kaum geheizt, so kann der Energieausweis trotzdem sehr gut ausfallen.

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Rechtliche Fragen

Sind Modernisierungsempfehlungen Pflicht?

Der Energieausweisaussteller ist in jedem Fall verpflichtet fachlich zu prüfen, ob und welche kostengünstigen Modernisierungsmöglichkeiten für das konkrete Gebäude möglich sind und das EnEV-Formblatt „Modernisierungsempfehlungen“ dem Energieausweis beizufügen. Falls keine Modernisierungsempfehlungen möglich sind – zum Beispiel bei Neubauten und kürzlich umfassend energetisch sanierten Gebäuden, muss er dies mit seiner Unterschrift auf dem Formblatt bestätigen. Die Erstellung von Modernisierungsempfehlungen ist eine verpflichtende Vorgabe der EnEV 2007 und darf auch nicht durch eine Vereinbarung zwischen Eigentümer und Aussteller wegfallen.
Die Modernisierungsempfehlungen dienen allerdings lediglich der Information des Eigentümers. Ihre Umsetzung ist nicht verpflichtend.
Doch je höher die Energiepreise steigen, desto mehr lohnt sich für Eigentümer die energetische Sanierung ihres Gebäudes. Maßnahmen wie die Dämmung von Dach und Wänden oder das Erneuern der alten Heizungsanlage können den Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten erheblich senken. Sie verschaffen dem Eigentümer langfristig mehr finanzielle Freiheit und steigern den Marktwert des Gebäudes, denn der Faktor „energetische Qualität“ wird zu einem immer wichtigeren Kriterium für Mieter und Käufer.

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Wie lange ist ein Energieausweis gültig?


Alle Energieausweise haben eine Gültigkeit von 10 Jahren. Wird das Gebäude nach der Ausstellung des Energieausweises saniert, ist es empfehlenswert, sich einen neuen Ausweis ausstellen zu lassen. Eine solche Überarbeitung ist in der Regel preisgünstig, da nur wenige Details vom Aussteller geändert werden müssen.  Zurück zur Übersicht
Wer haftet, wenn die Angaben im Energieausweis nicht korrekt sind?
Für die Richtigkeit der eingetragenen Daten im Energieausweis haftet der Aussteller. Werden die Daten vom Eigentümer erhoben, ist der Aussteller verpflichtet, die Plausibilität dieser Angaben zu überprüfen.

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Der Weg zum Energieausweis


Wie läuft die Ausstellung eines Energieausweises ab?


Der Energieausweis muss nicht beantragt werden, da es keine Institution bzw. Behörde gibt, die die Ausstellung von Energieausweisen zentral regelt. Wer einen Energieausweis benötigt, sollte einen qualifizierten Energieausweisaussteller beauftragen.  Bei der Suche hilft die Ausstellerdatenbank der dena. Auch Architekten-, Ingenieur- und Handwerkskammern können Hilfestellung leisten.
Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) sieht verschiedene Möglichkeiten für die Datenerhebung vor. Die dena empfiehlt jedoch folgendes Vorgehen: Um den richtigen Energieausweisaussteller zu finden, sollten Verbraucher mehrere Angebote einholen und das Preis-/Leistungsverhältnis vergleichen. Bei der Suche nach einem Aussteller hilft zum Beispiel die Ausstellerdatenbank der dena. In einem Beratungsgespräch mit dem Energieausweisaussteller sollte der Verbraucher klären, welcher Energieausweis (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis) sich am besten für seinen Zweck eignet. Dabei ist es auch wichtig die Detailtiefe und die Vorgehensweise bei der Erstellung festzulegen.
Vor der Besichtigung des Gebäudes sollte der Eigentümer dem Aussteller möglichst vollständige Informationsunterlagen zum Gebäude (Pläne, Schnitte, Foto) zuschicken.
Als Nächstes steht eine Vor-Ort-Begehung an. Der Energieausweisaussteller besucht das Gebäude und begutachtet den tatsächlichen Zustand der Gebäudehülle sowie der Heizungsanlage. Er untersucht die Dämmqualität der gesamten beheizten Hüllfläche und nimmt die fehlenden Gebäudemaße auf. Vor Ort überprüft der Energieausweisaussteller auch, welche Modernisierungsempfehlungen für das Gebäude sinnvoll sind und erläutert diese in einem Gespräch mit dem Eigentümer.
Idealerweise sollte der Energieausweis dem Eigentümer vom Aussteller persönlich übergeben werden. So können die Details erörtert und das mögliche weitere Vorgehen besprochen werden.

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Ist eine Vor-Ort-Begehung vorgeschrieben?


Eine Vor-Ort-Begehung durch den Aussteller für die Erfassung der Gebäudedaten schreibt die Energieeinsparverordnung 2007 nicht vor. Allerdings kann nur in einer Vor-Ort-Begehung der bauliche Zustand des Gebäudes angemessen erfasst werden. Je ausführlicher und präziser die Datenerfassung, desto besser die Qualität und die Aussagekraft des Energieausweises.  Zurück zur Übersicht
Wer darf einen Energieausweis ausstellen?
Die Qualifikationsanforderungen für die Aussteller von Energieausweisen sind in der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) geregelt. Eine zentrale Zulassungsstelle gibt es allerdings nicht. Die dena pflegt eine bundesweite Ausstellerdatenbank, in der interessierte Gebäudebesitzer nach Eingabe ihrer Postleitzahl den Energieausweisaussteller in ihrer Region finden können. Die Qualifikation der Aussteller wird vor der Aufnahme in die Datenbank durch die dena geprüft. Jeder sollte für sein individuelles Wohnobjekt den passenden Betrieb heraussuchen und in einem persönlichen Gespräch mit dem Aussteller die Energieausweisvariante und die Vorgehensweise bei der Datenaufnahme klären.

Die Aussteller von Energieausweisen müssen eine „baunahe“ Ausbildung als Eingangsqualifikation absolviert haben. Berechtigt sind z.B. Architekten, Ingenieure und qualifizierte Handwerker. 

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Wie kann ich einen Austeller in meiner Region finden?


Wenn Sie hier angelangt sind haben Sie den Ersteller schon gefunden. Ich verfüge über Erfahrung in der Austellung von Verbrauchs- und Bedarfsausweisen. Sprechen Sie mich an!  Ich nehme auch gern persönlich zu weiteren Fragen Stellung. Nach der Gültigkeit ist die Qualität eines Energieausweises das entscheidende Kriterium für die Wahl eines Angebots. Sie variiert stark je nach Art des Energieausweises (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis), der Vorgehensweise bei der Ausstellung und der Detailtiefe. Über die verschiedenen Qualitätsabstufungen und Energieausweisvarianten sollte sich der Eigentümer in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Energieausweisaussteller informieren.

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Wie viel kostet ein Energieausweis?


Für den Preis von Energieausweisen gibt es keine offiziellen Angaben. Die Preise können je nach Gebäude, Verfügbarkeit von Unterlagen und vor allem Aufwand variieren.

Unter dem Menuepunkt Leistungen finden Sie eine Preisliste meiner Angebote zum Energieausweis. Klicken Sie hier!

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Quelle: Deutsche Energie Agentur -DENA-

 

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